AK30-2 - Herren

NRW-Liga | Liga 5.B

Kapitän

Christian Jantoß

Co-Kapitän

Frank Rüter

Kader

Tim Bliss | Mark Bray | Marc Bryan | Alexander Jacobs | Sebastian Jacobs | Christian Jantoß | Christian Kühn | Kevin Lake | Mattias Rickert | Frank Rüter

Saisonvorschau: Herren AK30-2

"Nichts ist so beständig wie der Wandel."
(Heraklit von Ephesus, 535-475 v. Chr.)

Neue Team-Bezeichnung, neue Mitspieler, neue Gruppengegner - Langeweile sieht anders aus. Nachdem der zweiten Mannschaft um Benedikt Schotten und Carlo Oberkönig im letzten Jahr gleich im ersten Anlauf souverän der Aufstieg gelang, ließen der Ritterschlag des Clubs und die Beförderung zum Team AK30 1 nicht lange auf sich warten. Wir gratulieren natürlich ganz herzlich, werden aber alles daran setzen um uns diesen "Titel" zurückzuholen.

Ob es uns allerdings gelingt in diesem Jahr um den Aufstieg mitzuspielen, wird maßgeblich davon abhängen, ob die erfahrenen Spieler ihr Leistungspotenzial abrufen und mit guten Ergebnissen in die Clubhäuser kommen können. Mit Alexander Jacobs und Kevin Lake haben wir zudem zwei neue Mitspieler für unser Team gewinnen können, die in diesem Jahr erste Liga-Erfahrungen sammeln werden.

Die Vorfreude auf die neue Saison ist groß, auch, weil wir im Vergleich zum Vorjahr auf komplett anderen - wenn auch uns bekannten - Plätzen spielen werden. Los geht es Ende April in Lippstadt - eine gute Wahl der Organisatoren, denn zu Beginn der Saison dürften die Balltaschen noch prall gefüllt sein. Über den Platz in Bad Driburg arbeiten wir uns dann vor zum sprichwörtlichen "Bergfest" in Stahlberg, bevor es im August zum vorletzten Spieltag auf die Anlage von Gut Drechen nach Hamm geht. Das Finale findet dann nach den Clubmeisterschaften auf dem Kurs Haxterlinks statt. Wenigstens diese Konstante ist uns bei all dem Wandel geblieben. Drücken wir die Daumen, dass es bis dahin spannend bleibt und erst an diesem Tag entschieden wird, wer in der nächsten Saison eine Gruppe höher aufteen darf.

Spieltag 1: GC Lippstadt

Die erhöhte Konzentration an Stresshormonen beschleunigt den Herzschlag und lässt den Blutdruck steigen. (Quelle: AOK-Webseite)

So oder so ähnlich lassen sich meine letzten Stunden vor dem ersten Abschlag zusammenfassen. Der Spieltag selbst fand dann zwar doch noch ein gutes Ende, hätte aber auch in einem ziemlichen Fiasko für uns enden können. Als Captain hatte ich zwischendurch auf jeden Fall den Eindruck, in einem Raum-Zeit-Kontinuum gefangen zu sein. Warum ist schnell erklärt.

Eintrag aus dem Logbuch des Captain.

Sternzeit 2022,4 – Donnerstag, 21. April
Die Besatzung der AK30 II besteht aus 10 Mitgliedern, von denen aufgrund der Handicap-Vorgaben des LGV derzeit nur 8 spielberechtigt sind. Daher waren die 6 Spieler und 2 Ersatzspieler für den Spieltag in Lippstadt schon zu Beginn des Jahres schnell gefunden. Die heutige Umfrage über den Kommunikator, ob alle Mitglieder nach wie vor für den Außeneinsatz zur Verfügung stehen, verläuft zu 100% positiv.

Dienstag, 26. April
Murphy lässt grüßen. Während es an allen anderen Tagen dieser Woche trocken bleibt, suchen wir uns natürlich ausgerechnet den Tag aus, an dem uns Hagel- und Regenschauer beim Trainingseinsatz begleiten. Die nächste Proberunde spielen wir auf dem Holodeck. Einer der aufgestellten Spieler zieht seine Nominierung zurück, unser Fähnrich wird als Reservist angefordert.

Mittwoch, 27. April
Ein Besatzungsmitglied, das von einer Mission auf Belek 7 zurückgekehrt ist, teilt mit, Kontakt mit einer unbekannten Spezies gehabt zu haben und will sich vor einem erneuten Einsatz zu weiteren Untersuchungen auf die Krankenstation begeben.

Donnerstag, 28. April – 10:00 Uhr
Noch 48 Stunden bis zum Start der Mission. Die Krankenstation erteilt kein grünes Licht für einen weiteren Einsatz. Jetzt muss die komplette Reserve einspringen. Zwischenzeitlich wurde der Fähnrich jedoch abkommandiert, und unser Lieutenant Commander steht zwar zur Verfügung, rät aber aufgrund fehlender Praxiserfahrung von einem Einsatz ab. Die Konzentration an Stresshormonen steigt.

Donnerstag, 28. April – 18:00 Uhr
Noch 40 Stunden bis zum Start der Mission. Die Sternenflotte kündigt an, dass Lieutenant David Schulz und Wissenschaftsoffizier Michael Kodziesa zu uns stoßen und die Mannschaft komplettieren werden. Wir bewegen uns also wieder mit Impulsgeschwindigkeit – und die Konzentration an Stresshormonen beginnt wieder zu sinken.

Freitag, 29. April – 20:00 Uhr
Noch 14 Stunden bis zum Start. Ich erhalte einen Funkspruch aus dem Maschinenraum, dass Lippstadt keine Bestätigung für den Einsatz der Ersatzspieler gesendet hat. Die Konzentration an Stresshormonen steigt erneut.

Samstag, 30. April – 9:00 Uhr
Eine kurzfristige Veränderung des Start-Tees führt zu zusätzlichem Bluthochdruck, aber mithilfe des Kommunikators kann ich den Rest des Teams rechtzeitig darüber informieren. Und als die korrekte Mannschaftsaufstellung 15 Minuten vor der Deadline endlich im System ist, sinkt die Konzentration an Stresshormonen endgültig.

Samstag, 30. April – 10:00 Uhr
Der Außeneinsatz beginnt: Sebastian Jacobs startet im ersten Flight und steht am Abschlag. Sauberer Rückschwung und…. er toppt den Ball, der über den Damenabschlag mit hohem Tempo auf das erste Wasserhindernis zurollt. Anschließend teet er erneut auf. Als ich Sebastian das nächste Mal sehe, steht er 50 Meter weiter vorn unter Bäumen und schlägt seinen vermeintlich vierten Schlag zurück aufs Fairway. Was für ein Saisonbeginn.

Logbuch Ende.

 

Was gibt es sonst noch zu berichten? Wir sind trocken über die Runde gekommen, und das auf einem tollen Platz, der für diese Jahreszeit bereits in einem sehr guten Zustand war. Aber das Wichtigste: wie in der AK30 üblich war es wieder ein sehr lustiger und angenehmer Tag. Schade nur, dass der Club aus Hamm seine Mannschaft zu Beginn des Jahres leider wieder abgemeldet hat und wir somit nur 4 Spieltage haben werden.

Und die Ergebnisse? Sebastians erster Abschlag hatte das Wasserhindernis wohl doch noch irgendwie überwunden, und so wurde er am Ende auf dem Par 73-Kurs mit einem Score von 80 und 7 (!) Schlägen Vorsprung Bruttosieger. Auch der Rest des Teams hat ordentlich "abgeräumt": Vier der fünf gewerteten Spieler konnten sich unter den ersten 7 platzieren und damit den Tagessieg und volle Punktzahl einfahren. Und Mattias Rickert durfte sich über einen Greenfee-Gutschein freuen – auch wenn dieser in Lippstadt traditionell an den letzten Platz vergeben wird, damit man die Anlage doch noch einmal etwas besser kennenlernen kann.

Die Ergebnisse im Einzelnen: Sebastian Jacobs (80), David Schulz und Michael Kodziesa (je 87), Christian Jantoß (90) und Marc Bryan (97). Mattias Rickert spielte mehr als 97 und war somit der Streicher des Spieltags.

Spieltag 2: Bad Driburger GC

Déjà-vu: Erinnerungstäuschung, bei der der Eindruck entsteht, gegenwärtig Erlebtes in gleicher Weise schon einmal erlebt zu haben.

Golfplätze – unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2022. Dies sind die Abenteuer der AK30-2, die mit ihrer 10-Mann starken Besatzung eine Saison lang unterwegs ist, um neue Plätze zu erforschen, neues Equipment und neue Mitspieler. Viele km von ihrem Heimatclub entfernt dringt die AK30-2 an Stellen auf Auswärts-Plätzen vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

Folge 2 – Dejà-vu

Eintrag aus dem Logbuch des Captain.

Montag, 16. Mai
Bad Driburg, 18:00 Uhr, Windstärke 3, das Haar sitzt – 3 Wetter Taft. Da das Holodeck aufgrund eines defekten Transmitters nicht zu nutzen ist, spielen wir unsere Proberunde doch vor Ort. Gegen 19:00 Uhr sehen wir eine schemenhafte Figur über unsere Spielbahn laufen – es ist Murphy. Jetzt hilft auch das Haarspray nicht mehr, Böen ziehen auf und es beginnt zu regnen. Wie schon in Lippstadt haben wir uns auch dieses Mal den besten Tag der Woche ausgesucht. Immerhin: der Hagel bleibt aus. Aus irgendeinem Grund bestehen meine Mitspieler darauf, die Wahl des Termins für die nächste Proberunde selbst treffen zu wollen. Bahnt sich hier etwa eine Meuterei an?

Donnerstag, 19. Mai
Mark Bray muss sich erneut auf die Krankenstation begeben und scheint zum wiederholten Mal von einer unbekannten Spezies betroffen zu sein. Man verabreicht ihm passende Medikamente, die er allerdings auch noch am Spieltag zu sich nehmen werden muss. Tim Bliss macht sich an diesem Tag auf seine Proberunde und wird vom gleichen Wetterphänomen überrascht wie unser Einsatzteam am Montag. Im Gegensatz zu uns muss er seine Runde allerdings abbrechen.

Samstag, 21. Mai
Heute findet der Außeneinsatz statt. Gegen 7:15 Uhr vibriert der Kommunikator und ich erhalte die Nachricht, dass ein weiteres Besatzungsmitglied erkrankt und nicht einsatzfähig ist. In Lippstadt hatten wir immerhin noch 48 Stunden, um Ersatz zu finden, heute in Bad Driburg bleiben uns gerade einmal 165 Minuten. Die Konzentration an Stresshormonen steigt. Die Chat-Gruppe der Mannschaften hilft jedoch, in nur 45 Minuten einen neuen Spieler zu finden. Wieder ist es Michael Kodziesa, der bereitwillig auf einen Einsatz auf Haxterlinks verzichtet und uns unterstützt. Tim Bliss wird zuerst nach Bad Driburg gebeamt und gibt den Spielertausch bei der Spielleitung rechtzeitig bekannt – der Einsatz kann beginnen. Die Konzentration an Stresshormonen sinkt.

Logbuch Ende.

Thema Nummer 1 an diesem Spieltag war natürlich die gestrige Windhose, die in der hiesigen Region enorme Schäden angerichtet hat, darüber wussten auch die Mitspieler aus Lippstadt ausführlich zu berichten. Aber es wurde natürlich auch Golf gespielt, und als auch der letzte Flight im Clubhaus war, wurde klar, dass dies der erste Spieltag in der Geschichte des Teams sein sollte, an dem alle Spieler mit unter 90 Schlägen in die Wertung kommen. Trotz Heimvorteil und starker Konkurrenz aus Bad Driburg haben wir es damit geschafft, noch einmal die volle Punktzahl zu holen. Und wir konnten auch erneut den Bruttosieger stellen, denn Mark Bray konnte sich mit einer 84 an die Spitze des Feldes spielen. Aber Moment: 84 Schläge haben für den Bruttosieg gereicht? Wer den Platz in Bad Driburg kennt, weiß, dass Regen diesen Kurs schwer bespielbar macht, und obwohl wir am Spieltag selbst vom Regen verschont blieben, waren noch die Schauer der Vortage spürbar. Hinzu kam ein böiger Wind, teilweise vergleichbar mit dem auf unserem Platz. Die Fairways und Bunker und das First Cut waren in einem tollen Zustand und gut zu spielen. Die Grüns hingegen waren sehr unterschiedlich, teilweise extrem langsam und nicht wirklich spurtreu, was zu dem ein oder anderen 3-Putt geführt hat. Aber mit all dem hatten nicht nur wir zu kämpfen, sondern auch alle anderen Teams. Am Ende, so scheint es, sind wir jedoch am besten mit diesen Bedingungen klar gekommen.

Die Ergebnisse im Einzelnen: Es spielten Mark Bray (84), Christian Jantoß (85) Sebastian Jacobs (86), Michael Kodziesa (86), Marc Bryan (88) und Tim Bliss (99). Unser besonderer Dank gilt an dieser Stelle noch einmal Michael Kodziesa und seinem Einsatz: Fahrt aus Höxter nach Paderborn (um seine Schläger zu holen), und um dann wieder zurück nach Bad Driburg zum Spieltag zu fahren. Es geht leichter. Vielen Dank auch noch einmal an das Team vom GC Bad Driburg für die Ausrichtung des Spieltags – es hat wie immer sehr viel Spaß gemacht mit euch und wir freuen uns auf die nächste Begegnung im Juni.

Spieltag 3: GC Stahlberg

Melodie: Eine charakteristisch geordnete zeitliche Folge als Gestalt aus Tönen. Sie ist durch die auftretenden Intervalle, die Richtung von deren Tonhöhen und ihren Rhythmus bestimmt. [Wikipedia]

Golfplätze – unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2022. Dies sind die Abenteuer der AK30-2, die mit ihrer 10-Mann starken Besatzung eine Saison lang unterwegs ist, um neue Plätze zu erforschen, neues Equipment und neue Mitspieler. Viele km von ihrem Heimatclub entfernt dringt die AK30-2 an Stellen auf Auswärts-Plätzen vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

Folge 3 – Der französische Kaiser von Bahn 1

Sternzeit 2022,6 - Eintrag aus dem Logbuch des Captain.

Montag, 20. Juni
Der Tag beginnt mit einem Paukenschlag: Die Krankenstation meldet den erneuten Virusbefall eines Besatzungsmitglieds. Es gilt den endgültigen Befund abzuwarten, aber es gibt wenig Hoffnung. Neben dem vorliegenden Test ist das einzig Positive, dass wir dieses Mal bei einem Ausfall keine personelle Unterstützung von einem anderen Schiff der Sternenflotte benötigen werden. Ein erfahrener Offizier aus den eigenen Reihen steht Phaser bei Fuß, um den Ausfall gegebenenfalls kompensieren zu können. Ansonsten beginnt die Woche vor dem nächsten Außeneinsatz vielversprechend: in der für Samstag vorgesehenen Landezone ist durchgängig gutes Wetter vorhergesagt. Auch die vom Captain angesetzte Proberunde wird ein voller Erfolg: erstmalig konnte Murphy durch ein geschicktes Manöver im Subraum getäuscht und die 18 Loch bei besten Temperaturen im Trockenen absolviert werden. Die sich anbahnende Meuterei scheint abgewendet.

Mittwoch, 22. Juni
Gedanken des Captains. Die Heimmannschaft sowie das Team aus Bad Driburg werden am Samstag in Stahlberg unserem Einsatzteam gegenüber im Vorteil sein. Die einen bewohnen diesen etwas abgelegenen Planeten, auf dem anderen gibt es topografisch gesehen viele Parallelen. Trotz Atemgeräten werden unserer Mannschaft die Höhenunterschiede zu schaffen machen, aber wir müssen unsere Aufgabe zu einem erfolgreichen Abschluss bringen. Die von Admiral Schrader genutzte individuelle Zielvorgabe für alle am Außeneinsatz beteiligten Besatzungsmitglieder könnte etwas Ruhe in diesen entscheidenden Abschnitt unserer Mission bringen. Ich nehme den Kommunikator zur Hand und beginne zu tippen.

Donnerstag, 23. Juni
Ein letzter vorbereitender Test auf dem Holodeck steht an: im Rahmen einer kurzen 9-Loch-Runde bei simulierten 30°C will der Offizier der Reserve noch einmal seine Leistungsfähigkeit bei tropischen Temperaturen unter Beweis stellen. Auf dem Weg zum Eingang des Holodecks begegnen wir dem am Montag erkrankten Besatzungsmitglied. Offensichtlich hat die Krankenstation ganze Arbeit geleistet, denn der Lieutenant Commander meldet sich zurück zum Dienst. Der Reserve-Offizier wird daher nach der Runde wieder eingeteilt, um wichtige Reparaturarbeiten am Warp-Kern des Schiffes durchzuführen. Das Team für den Außeneinsatz steht, aber wir wissen aus den letzten beiden Episoden, was in 36 Stunden alles noch passieren kann.

Samstag, 23. Juni
Der für Freitag verordnete Ruhetag ist ohne weitere Vorkommnisse verlaufen. Ein erster Blick auf den Kommunikator um 6:30 Uhr zeigt keine besonderen Vorkommnisse. Gegen 8:00 Uhr nehme ich mit meiner Raumkapsel Kurs auf das Zielgebiet des Außeneinsatzes, denn heute wird der Captain die Vorhut bilden. Als ich in Stahlberg lande, ist es 9:00 Uhr und immer noch kein Roter Alam per Kommunikator – alles scheint planmäßig zu laufen. Punkt 10:00 Uhr wird es dann ernst, und die ersten 154 Meter müssen überbrückt werden. Einhundertvierundfünfzig Meter, was soll da schon schief gehen? Als ich den Ball anspreche, frisst sich eine Melodie in mein Gehirn. Langsam und ruhig bewege ich mein Eisen – Abschlag. Der Ball schießt über das Ziel hinaus und kommt mit ca. 10 Zentimetern Abstand am einzigen Baum auf dieser Seite der Bahn zur Ruhe. Die Melodie kehrt in meinen Kopf zurück, und plötzlich erkenne ich sie: es ist "Waterloo" von Abba. Irgendwie schaffe ich es dennoch, das Bogey zu retten, und es keimt die Hoffnung auf, dass das Ganze für mich doch nicht so enden wird, wie einst für Napoleon Bonaparte vor ziemlich exakt 207 Jahren. Die Frage ist allerdings wie immer, ob ich das auch in 4 Stunden noch sagen werde. Die Melodie ist jedoch fürs Erste verschwunden.

Logbuch Ende.

Die Siegesserie ist gerissen: Nach zwei erfolgreichen Spieltagen mussten wir den Pokal der Mannschaftswertung weiterreichen. Am besten klar gekommen mit den Temperaturen und dem Auf und Ab des Platzes sind dieses Mal die Spieler aus Bad Driburg – herzlichen Glückwunsch. Fun Fact: die Plätze 1-3 wurden lediglich durch einen einzigen Schlag getrennt. Das Team vom Uni-GC und das der Gastgeber aus Stahlberg lagen punktgleich einen Schlag hinter Bad Driburg. Kein Wunder, dass am Ende jeder aus dem Team des Uni-GC sein Spiel noch einmal im Kopf durchging, um zu sehen, ob man nicht 3-4 Schläge einsparen und somit auf Rang 1 hätte landen können. Was man dabei aber nicht vergessen darf: auch den Spielern aus Bad Driburg und Stahlberg sind Fehler unterlaufen, die ein besseres Ergebnis verhindert haben. Insofern dürfte das Gesamtergebnis am Ende schon so passen. Bei Temperaturen um die 30°C war der Platz hervorragend zu spielen, und die Grüns waren sehr spurtreu und schnell. Danke an dieser Stelle noch einmal den Gastgebern für die Ausrichtung des Spieltags und die Bewirtung; es hat wieder sehr viel Spaß gemacht bei euch.

Was können wir von diesem Spieltag an positiven Dingen mitnehmen? Zunächst einmal wäre da der 2. Platz in der Mannschaftswertung (wenn auch per "Stechen"). Damit liegen wir vor dem letzten Spieltag am 10. September – dem Finale auf Haxterlinks – mit einem Punkt Vorsprung weiterhin auf Platz 1 der Tabelle. Wird das für den Aufstieg reichen? Vielleicht. Ebenfalls positiv: Das Team vom Uni-GC konnte auch dieses Mal – und damit an allen drei bisherigen Spieltagen – den Bruttosieger stellen: Mark Bray spielte trotz Double-Bogey am letzten Loch das Top-Ergebnis von 6 über Par (78) und lag damit 4 Schläge vor Christian Jantoß (82), der sich wie schon zuletzt in Bad Driburg Rang 2 hinter Mark sichern konnte. Außerdem spielten für den Uni-GC an diesem Tag Frank Rüter (89), Sebastian Jacobs (90), Marc Bryan (97) und Christian Kühn (104).

Spieltag 4: Haxterhöhe Links

Die Vergangenheit ist geschrieben, aber die Zukunft ist noch nicht in Stein gemeißelt.
(Jean-Luc Picard, Captain der USS Enterprise)

Letzte Folge: Bananen, Bananen, Bananen.

Golfplätze – unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2022. Dies sind die Abenteuer der AK30-2, die mit ihrer 10-Mann starken Besatzung eine Saison lang unterwegs ist, um neue Plätze zu erforschen, neues Equipment und neue Mitspieler. Viele km von ihrem Heimatclub entfernt dringt die AK30-2 an Stellen auf Auswärts-Plätzen vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

Sonntag, 4. September

Neben der Besatzung der USS Franklin (AK50-1) unter der Leitung von Captain Willeke hat am letzten Spieltag lediglich unser Team noch Chancen auf eine Beförderung und die damit einhergehende Verlegung in einen neuen Sektor des Universums. Kein Wunder, dass beide Captains bei den 2-tägigen internen Sternenflotten-Meisterschaften mit Argusaugen auf die Leistungsdaten ihrer Teams schauen. Die für den letzten Einsatz aufgestellte Mannschaft der AK30-2 trat am ersten Spieltag geschlossen an und erzielte mit 48 über Par ein sehr gutes Ergebnis – ohne Reserve wurden sogar nur 32 Schläge über Par benötigt. Am heutigen Sonntag muss das Team jedoch Qualifikations-bedingt ohne Reserve auskommen. Aber die Moral der Truppe scheint völlig intakt, denn die Auswirkungen sind eher marginal. Abermals gelingt es der Truppe mit 38 über Par ein weiteres gutes Ergebnis einzufahren. Die Generalprobe für den letzten Einsatz ist geglückt.

Freitag, 9. September
Gegen 17:00 Uhr erreicht mich ein interstellares Vibrationssignal. In einer verschlüsselten Mitteilung lässt uns der Captain von Lippstadt-2 wissen, dass sein Team nicht einsatzfähig ist, und wir am morgigen Tag somit 6 Leute weniger erwarten werden. Eine bedauerliche Absage, denn nur zu gern hätten wir das Team bei dieser Erkundungsmission über unseren Heimatplaneten geführt. Jetzt werden wir am morgigen Tag nur die Teams aus Driburg-1 und Stahlberg-2 empfangen. Die Besatzung der Bar "Zehn Vorne" erreicht diese Nachricht allerdings zu spät, denn die Marschverpflegung wurde bereits für 4 Teams rationiert. Die Auswirkungen dieser Absage sind bereits jetzt absehbar.

Samstag, 10. September
Nur mit einem Überraschungs-Coup kann es dem Team Driburg-1 noch gelingen, unsere Verlegung in einen neuen Sektor zu verhindern, dementsprechend stark präsentiert sich das Team unserer Mitstreiter am heutigen Tag. Wie schon auf Stahlberg-2 bleibt auch heute alles ruhig, es erreichen mich keine negativen Meldungen von der Krankenstation und das gesamte Team befindet sich rechtzeitig auf der Brücke. Über die nahegelegene Relais-Station erhalte ich eine Mitteilung über leichte Wetter-Interferenzen – aber wir sind vorbereitet. Gegen 12:00 Uhr wird es tatsächlich nass und erst eine Meile vor dem Ziel hört der Regen auf. Bei der Rückkehr an die Basisstation dann der Schock: entweder lag es an den fehlenden Föderations-Mitgliedern aus Lippstadt-2, oder das Zehn Vorne hatte es zu gut mit uns gemeint – auf dem Außendeck des Clubhauses präsentierte sich uns neben zahlreichen übrig gebliebenen Flüssigkeits- und Trockennahrungseinheiten ein riesiger Berg gelber Früchte. Ich fürchte, die Besatzung unseres Schiffs wird sich noch wochenlang von Bananen ernähren müssen.

Logbuch Ende.

Und das Ergebnis? Das Team vom Uni-GC konnte – wie gleichermaßen erhofft und erwartet – den Heimsieg einfahren und sogar das sehr gute Ergebnis vom Clubmeisterschafts-Samstag noch einmal unterbieten. Die 5 gewerteten Spieler benötigten trotz widriger Wetterumstände lediglich 27 Schläge über Par (oder 38,5 Schläge über CR-Wert). Besonders erwähnenswert: Mark Bray spielte mit 3 unter Par (wieder einmal) das beste Ergebnis des Tages. Trotzdem sollte an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, dass auch das Team aus Bad Driburg stark aufgespielt und mit nur 47,5 Schlägen über CR-Wert ein hervorragendes Ergebnis eingefahren hat. Neben Mark Bray spielten für den Uni-GC Christian Jantoß (77) Sebastian Jacobs (77), Marc Bryan (78), Frank Rüter (82) und Mattias Rickert (83).

Was bleibt von dieser Saison? "Mission completed" – die AK30-2 ist aufgestiegen und schlägt im nächsten Jahr in Liga 4 ab. Wir konnten 3 von 4 Spieltagen gewinnen und an jedem Spieltag den Tagesieger stellen. Besonders erfreulich ist, dass ein weiteres Ziel erreicht wurde, denn wir konnten die Anzahl der Double-Bogeys (oder schlechter) pro Spieltag signifikant verringern, und zwar um fast 40%. Sicherlich auch ein Grund, warum das Durchschnittsergebnis über die gesamte Saison pro Spieler bei nur 12,5 Schlägen über Par lag. Das Endergebnis: Nach vier Spieltagen liegen zwei Punkte und 44 Schläge Vorsprung zwischen dem zweitplatzierten Team aus Bad Driburg und uns.

Als Captain möchte ich an dieser Stelle noch meinen Dank aussprechen
- an mein Team: für euer Commitment, eure Zuverlässigkeit und eine super Saison.
- an die Mannschaften unserer Liga-Gruppe: es hat (wieder einmal) sehr viel Spaß gemacht mit euch.
- an Michael Kodziesa und David Schulz fürs Aushelfen, wenn es personell enger als erhofft wurde.
- an Tim Schrader und den Uni-GC für die (organisatorische) Unterstützung über die gesamte Saison.
- an die Starter, die Marshalls und das Greenkeeper-Team für ein wie immer gelungenes und top organisiertes Heimspiel.  
- und last but not least an die Leser, die bis hierher durchgehalten haben: ich hoffe, die kleinen Weltraum-Exkurse war unterhaltsam.

Captain Christian Jantoß

Infos

detaillierte Ergebnisse

| LINK | auf die Seite des GVNRW