AK50-1 - Herren

NRW-Liga | Liga 4.B

Kapitän

Harald Willeke

Kader

Manfred Berens   |   Thomas Berning   |   Rudi Dammer   |   Ralf Eckel   |   Uwe Geisler   |   Eckhard Gierse   |   Dirk Reinsberger   |   David Schulz   |    Ralph Volbert   |   Harald Willeke

Spieltag 5: Royal St. Barbara Dortmund

Aufstieg knapp verpasst : Woran hat's gelegen?

"Ja, juut, woran hat's jelegen. Dat is ja immer so die Frage, da fragt man sich nachher ja immer, woran's jelegen hat. Ich sach immer, woran's jelegen hat, dat fragt man sich dann immer nachher. Na, juut...."

Und so weiter und so weiter. Wer kennt es nicht, das legendäre Interview? Wer es nicht kennt, sofort bei youtube "Woran hat's gelegen?" eintippen (oder diesem LINK folgen)! Nun ist dieser Spot nicht echt, sondern eine Parodie von Torsten Knippertz, der die Inhaltslosigkeit von Interviews nach Fußballspielen persifliert. Schade eigentlich, dass es Fake ist. Schade auch, dass mir von den Mannschaftskollegen, die in Dortmund um den Aufstieg gekämpft haben, keine wirklich bessere Antwort auf die oben genannte Frage geben werden konnte. Das hörte sich schon ähnlich an, auch wenn nicht die rheinische sondern die ost-westfälische Variante gewählt wurde: "Tja, weiss ich auch nich." Viele Schläge wurden wohl auf den ungewohnt schnellen Grüns liegen gelassen. Mehr Detailanalyse war bisher nicht möglich, ist aber auch nicht wirklich nötig. Auf den fremden Plätzen konnten wir einigermaßen mithalten, auf dem Heimplatz waren wir dominant. Entweder geht Helmut bei Jurgelucks einkaufen und stellt bei uns noch ein paar Bäume auf, oder wir müssen auswärts mehr üben. Da ersteres nicht passieren wird, ist letzteres angesagt, wollen wir denn im nächsten Jahr mehr.

Wir gratulieren also der Mannschaft aus Lippstadt zum Aufstieg und auch den Kollegen aus Werne zu Platz zwei. Mit etwas zeitlichem Abstand können wir uns sicher auch über den Verlauf der Saison freuen. Der Klassenerhalt war das Ziel und der ist erreicht. Als Strafe für die verpasste Aufstiegschance geht's halt nächstes Jahr wieder in die Senne. Nicht falsch verstehen: die meisten von uns fahren da für eine abwechslungsreiche und waldesruhige Privatrunde wirklich gerne hin. Aber wenn jeder Schlag zählt....  

Für den Uni-GC grämten sich in Dortmund hoffentlich nur kurz: Manfred Berens, Rudi Dammer, Uwe Geisler, Eckhard Gierse, David Schulz und Ralph Volbert.

Spieltag 4: BA GC Sennelager

Die Bäume wachsen nicht in den Himmel...

... sondern stehen vorzugsweise im Weg. Zumindest beim BA Golfclub Sennelager. Das war bekannt, jedoch ist man ja immer wieder überrascht, wie groß sie geworden sind. Auf der anderen Seite scheinen die Grüns dort im gleichen Maße zu schrumpfen. Das war kein leichtes Spiel für uns. Schon nach den Proberunden kursierte die Taktik: lieber ein Bogey in Kauf nehmen, als durch risikoreiche Schläge den Wald mit nicht biologisch abbaubarem Plastikmüll zu beschicken. Das fühlte sich nicht immer gut an. Einzig Ralf, der ja sowieso in einer eigenen Liga spielt, und David, der zeitnah seinen zwei Doppelbogeys zwei Birdies folgen ließ, konnten vollends überzeugen. Originalton Thomas: "Da war gar kein Baum mehr, da hing nur noch ein einzelner, kleiner Ast - und den habe ich getroffen!" Derartige floristische Wunder gibt es nur auf britischem Hoheitsgebiet - das ist sicher.

Insgesamt haben wir als Mannschaft, die ja auf dem heimischen Platz quasi Baumfreiheit gewohnt ist, noch erträgliche Ergebnisse vor das leider unbewirtschaftete Clubhaus gebracht. Die Tabellenführung ist auf 7 Schläge geschrumpft und die Lippstädter machen mächtig Druck, aber letzterer lastet jetzt eher auf ihnen. Wir haben unser Saisonziel Klassenerhalt wohl erreicht und werden in Dortmund konzentriert aber unbeschwert im Kreise der mittlerweile schon vertrauten und geschätzten Mitspieler der anderen Mannschaften einen weiteren anspruchsvollen Platz genießen.

Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle den Verantwortlichen des Golfclub Sennelager. Der gesamte Ablauf war reibungslos organisiert, es gab ein ordentliches Buffet (mit zugegebenermaßen englisch-blassen Schnitzeln) und es bleibt zu hoffen, dass auch in Zukunft dieser besondere Kurs unsere Nerven strapaziert. Zwischen Rehen und Wildschweinen waren für den Uni-GC auf der Pirsch: Thomas Berning, Ralf Eckel, Eckhard Gierse, David Schulz, Ralph Volbert und Harald Willeke.


Spieltag 3: Uni-GC Paderborn

Eine unheimliche Begegnung...

... da komme ich zum Grün der 15, mein Ball lag noch nicht ganz drauf, aber kurz davor und da sehe ich beim Chippen aus dem Augenwinkel zwei meiner Mannschaftskollegen am Abschlag der 4. Was machen die da? Warum sind die zu zweit in einem Flight? Wo sind die anderen Flightpartner? Da stimmt doch was nicht! Jeder kennt solche Situationen in denen der Euro-Groschen nur centweise fällt...  Nach dem Einlochen ein kurzer Dialog mit den einsamen und etwas bedröppelt wirkenden Rothemden. Der eine sicher DQ, der andere vielleicht auch? Da entgleisen einem Mannschaftskapitän schon mal die Gesichtszüge.

Ich mache es an dieser Stelle kurz: Beide Spieler waren, wie sich das für ein Ligaspiel gehört, vor ihrem ersten Abschlag im Tunnel. Leider hätte der Tunnel nicht an Gleis 1, Entschuldigung: Tee 1, sondern an Tee 10 enden sollen. Für den einen kam die Erkenntnis viel zu spät, der andere konnte durch einen Spurt den Startzeitverzug im normalerweise noch zum Abschlag berechtigenden 5 min Fenster halten. Nur hatte der Schaffner an Gleis 10 - also der Starter an Tee 10 - den Zug schon abfahren lassen. Das wäre bei der Bahn nicht passiert, da sie eh immer Verspätung hat, aber wir sind ja nicht bei der Bahn. Also starteten die beiden Unglücksraben separat. Der eine als Zähler, der andere mit zwei Strafschlägen für die Verspätung im Gepäck.

Genug Gesprächsstoff für das Clubhaus. Letztendlich waren alle Mannschaftskapitäne damit einverstanden, dass der Golfverband über die Wertung befinden möge. Dieser lies Gnade walten, die Meisterschaft soll schließlich sportlich entschieden werden.
Von diesen kurios anmutenden Gegebenheiten einmal abgesehen, war es ein sehr schöner Golftag: das angekündigte Schauerwetter machte um Paderborn einen Bogen, kaum Wind, angenehme Temperaturen und ein Platz in gutem Zustand. Da kann man als Heimmannschaft durchstarten. Das ist trotz des nicht optimalen Ablaufs auch gelungen. Aus 7 Schlägen Rückstand auf die Tabellenführung konnten wir 10 Schläge Vorsprung machen und fahren am 18.9. optimistisch, aber mit viel Respekt vor den zahlreichen Bäumen, nach Sennelager. Dort schlagen wir nacheinander von Tee 1 ab, so einfach kann das sein.

Als regelmäßiger Schreiber der Spielberichte kann man ja eigentlich dankbar sein, dass in dieser Mannschaft immer etwas Außergewöhnliches passiert. Aber vielleicht läßt sich mal einer etwas einfallen, was sich positiv auf den Score auswirkt?!

Diese Episode jedenfalls können folgende Uni-GC-Spieler ihren Enkeln erzählen: Ralf Eckel, Uwe Geisler, Eckhard Gierse, David Schulz, Ralph Volbert, Harald Willeke.

Spieltag 2: GC Lippstadt

Bitte kein Wasserball

Zwei Ligaspiele in 14-Tagesfrist sind für Männer in unserem Alter kein Pappenstiel. Deshalb wurde durchgewechselt, d.h., frische, unverbrauchte Kräfte in den Wettkampf gebracht. Schon bei der Proberunde offenbarten sich die Herausforderungen des Platzes in Lippstadt - die meisten von uns kannten sie ohnehin: viel erfrischendes Nass lauert fast entlang jeder Bahn und auch eine gewisse Länge ist dem Par73-Kurs nicht abzusprechen.

Bekanntermaßen ist für Ralf Letzteres eher von untergeordneter Bedeutung, infolgedessen benötigt er andere Herausforderungen. Glücklicherweise verhedderte sich sein Elektrotrolley auf Bahn 2 dermaßen in einen Baum, dass der durch nicht artgerechte Verwendung vorgeschädigte Putter - Stichwort Versprödung durch Kaltverformung bei Nutzung als Driver - final zerstört wurde. Anfängliche Versuche einer Notreparatur mit Tape scheiterten, fortan wurden Eisen, Hölzer und Driver für das Spiel auf dem Grün verwendet. Fünf Dreier-Putts und ein Vierer-Putt sind ein achtbares Ergebnis. Bonuspunkte dafür sehen die Regeln indess nicht vor. Thomas berichtete, dass sein neuer Driver offensichtlich KI, also künstliche Intelligenz, besitzt: Zweimal bewegten sich von ihm abgefeuerte Bälle zielsicher in Baumwipfel und entgingen so dem sicheren Badevergnügen. Das richtige Material ist so wichtig für wahres Spielvergnügen.

So stand am Ende der 2. Platz in der Tageswertung als Mannschaftsergebnis fest, nur zwei Schläge hinter den Lokalmatadoren. Jeder von uns hat seinen Score zusammengehalten und das ist in dieser Klasse auch nötig. Auf den derzeitigen Tabellenführer haben wir nur sieben Schläge Rückstand, aber die Abstiegsplätze sind auch nur 21 Zähler entfernt. Bei unserem Heimspiel im August müssen wir zeigen, wer Herr im Haus ist. Die mannschaftliche Geschlossenheit dokumentierte sich auch im regen Nachrichtenaustausch via Messenger-Dienst während die Flights von der Runde kamen: auch die daheimgebliebenen Spieler fieberten mit, die Nachrichten sickerten peu-a-peu durch, die langsame Internetseite des GV-NRW (wo die Ergebnisse blau auf grau dokumentiert wurden) tat ihr Übriges. So ähnlich muss es anno 1954 beim Wunder von Bern gewesen sein - meine Übertreibung dient hier nur der Veranschaulichung.

Abschließend sei noch herausgehoben, dass auch die zweite Begegnung von großer Freundlichkeit und Fairness untereinander geprägt war. So machen auch durchaus ernst genommene Wettbewerbe Spaß. Die angenehme Gastgeberschaft der Lippstädter und das tolle Ambiente genossen: Manfred Berens, Thomas Berning, Ralf Eckel, Eckhard Gierse, Dirk Reinsberger und David Schulz.


Spieltag 1: GC Werne an der Lippe

Böiger Wind und beispielloses Rough

Das erste Ligaspiel der AK50-1 nach dem Aufstieg in Liga 4 fand in Werne an der Lippe statt. Eine online-Abstimmung der Ruhr-Nachrichten in 2019 ergab, dass 42% der abgegebenen Stimmen Werne dem Münsterland zuordnen, während 22% eher der Ruhrgebiets-These folgen (der Rest war unentschieden oder meinte irgendwie beides). Wir Golfer wissen seit Samstag : Die Grenze zwischen Münsterland und Ruhrgebiet verläuft mitten durch den Golfplatz. Hier stößt die Ruhrpott-Platte auf die Westfälische Tieflandsbucht - deutlich sichtbar an den tektonischen Verwerfungen, die mitten durch das Grün der Bahn 8 verlaufen (siehe Foto).

Ob diese geophysikalische Besonderheit negative Auswirkungen auf unser Golfspiel hatte - einige Bälle schienen in Subraumspalten oder in schwarzen Löchern zu verschwinden, die ja bekanntlich hohe Gravitationskräfte aufweisen - oder ob wesentlich der tückische Wind in Verbindung mit undurchdringlichen Roughs für die insgesamt hohen Schlagzahlen verantwortlich war, bleibt offen.

Leider mussten wir die in Summe schlechtesten Scorekarten unterschreiben, wobei ein Rückstand von 15 Schlägen auf die beiden Tabellenführer aus Werne und Sennelager überschaubar, sprich einholbar, erscheint. Auch lässt eine genauere Analyse der Einzelergebnisse hoffen: die meisten von uns haben nur an ganz wenigen Löchern richtig hingelangt, respektive teilweise zweistellig gepunktet. David spielte beispielsweise 10 mal Par, Eckhard 7 mal. Daran müssen und werden wir arbeiten.

Insgesamt fand der Spieltag in einer ausgesprochen freundlichen und fairen Atmosphäre statt. Der Golfplatz in Werne ist familiengeführt und familiär ist das passende Attribut für Stimmung und Flair. Wir wurden köstlich bewirtet und haben uns sehr wohl gefühlt. Vielen Dank dafür.

Und zum Schluß dieses Kurzberichts das absolute golferische Highlight : ein Spieler von Royal St. Barbara's Dortmund schlug 2 (in Worten zwei, two, deux, due, ...) Hole-in-One - was die Theorie der Gravitationsabnormalitäten stützt. Im Flight davor spielte Ralph 4 Birdies. Da stimmt doch was nicht.

Für den Uni-GC kämpften : Thomas Berning, Uwe Geisler, Eckhard Gierse, David Schulz, Ralph Volbert, Harald Willeke

Infos

aktuelle Tabelle

detaillierte Ergebnisse

| LINK | auf die Seite des GVNRW

Tektonische Verwerfungen in Werne

AK50-1 im GC Lippstadt